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Althaus, Lina

Nachname: Althaus
Vorname(n): Lina
Geburtstag: 13.11.1910
Geburtsort: Weidenau (heute Siegen-Weidenau)
Wohnort(e): Köhlerweg 2, Weidenau (heute Siegen-Weidenau)
Beruf(e): Stickerin
Religion: evangelisch
Fluchtziel(e): nicht geflohen
Deportationsdatum: 06.06.1939 (eingewiesen)
Haftort(e): Provinzialheilanstalt Warstein; Hadamar (ab 26.07.1943)
Todesdatum: 06.08.1943
Todesort: Hadamar
Biografie:
Lina Althaus wurde als drittes Kind der Eheleute Auguste geb. Otto (1879-1956) und Wilhelm Althaus (1878-1939) am 13. November 1910 in Weidenau geboren. Sie hatte drei Brüder – Wilhelm, Walter und Erich – und eine Schwester – Auguste. Von April 1917 bis April 1925 besuchte sie die Wilhelm- und Augusta-Schule, die spätere Bismarckschule, in Weidenau. In der Ahnen-Tafel der Familie vom 16. Juli 1935 ist bei Lina als Beruf „Stickerin“ angegeben. In Erinnerung blieb, dass sie akkurate Handarbeiten anfertigte.
Die Auswertung ihrer Krankenakte bestätigt, dass Lina Althaus an den Folgen einer im 4. Lebensjahr aufgetretenen Kinderlähmung mit motorischer Störung der rechten Körperhälfte und Epilepsie litt. Am 6. Juni 1939 wurde sie in die Provinzheilanstalt Warstein überwiesen und von dort am 26. Juli 1943 nach Hadamar verlegt. Am 6. August 1943 wurde sie ermordet. Als Todesursache wurde „epileptischer Krampfanfall“ angegeben.
Bis 1941 wurden die Patienten in Hadamar durch Gas getötet. Nach Protesten aus dem kirchlichen Bereich wurde die Vergasung („Aktion T4“) eingestellt; bei der „wilden Euthanasie“ wurden die Menschen durch überdosierte Medikamente, gezielte Mangelernährung und unterlassene medizinische Versorgung getötet.
 
Traute Fries, 2010
Fotoquelle: Archiv des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, Fotosammlung; die Aufnahme ist auf den 15.06.1939 datiert.
Verlegedatum Stolperstein: 17.05.2011
Verlegeort Stolperstein: Köhlerweg 2, Siegen-Weidenau
Lina Althaus 1939

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