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Winter, Arthur

Nachname: Winter
Vorname(n): Arthur
Geburtstag: 28.11.1888
Geburtsort: Köln
Wohnort(e): Köln; 
Hauptstr. 43, Erndtebrück; 
Wiesenstraße 37/3, Siegen (25.09.1939)
Beruf(e): Metzger,Erdarbeiter
Religion: jüdisch
Fluchtziel(e): nicht geflohen
Deportationsdatum: 27/28.02.1943
Haftort(e): KZ Auschwitz
Todesdatum: 1943
Todesort: KZ Auschwitz
Biografie: Arthur Winter war mit  Luise Moses verheiratet. Sie war eine Nichte des Moritz Moses, der in Erndtebrück eine Metzgerei betrieb. Das Ehepaar Winter zog 1920 von Altenhundem kommend zu, wo es den Metzgerladen übernahm, während Moritz Moses in einem Anbau einen Kramladen einrichtete.  Dem Ehepaar wurden die Kinder Kurt (14. August 1921) und Ruth (9. August 1928) geboren. Tochter Ruth musste die Volksschule am 15. November 1938 verlassen, weil sie Jüdin war. Ihrem Bruder wurde eine Lehre verweigert. Da die Erndtebrücker Bevölkerung beide Geschäfte boykottierte, mussten sie von den Eigentümern im Januar 1934 geschlossen werden. Moritz Moses und Arthur Winter arbeiteten nun als Hilfsarbeiter im Tiefbau. Die Familie Winter verzog am 25.09.1939 nach Siegen in die Wiesenstraße 37/3 in das Haus des jüdischen Viehhändlers Gustav Jacob. Sohn Kurt Winter wurde zusammen mit dem Netpher Juden Heinz Lennhoff am 28. Februar 1943 nach Dortmund zwecks Überprüfung ihres Arbeitsbuches bestellt. Von dort wurden sie nach Auschwitz deportiert. Dasselbe Schicksal ereilte auch die restlichen Familienmitglieder Winter.
Klaus Dietermann, 2015
Fotoquelle: AMS
Quellenangabe: GB BA Berlin; Thiemann, Walter: Von den Juden im Siegerland, Siegen 1967; Völkel, Wilhelm: Von den Juden in Erndtebrück, in: Wittgenstein 1974, Bd. 38, Heft 1, S. 9-21; Dietermann, Klaus: Jüdisches Leben in Stadt und Land Siegen, Siegen 1998
Verlegedatum Stolperstein: 04.04.2013
Verlegeort Stolperstein: Marburger Straße 6, Erndtebrück
Marburger Straße 6, Erndtebrück